Mittwoch, 11. November 2015

Das etwas andere Interview

Man sagt sehr oft, dass es nicht immer einfach ist, über seinen Schatten zu springen. Vor allem auch, wenn es um Dinge geht, die man sich niemals zuvor hat selbst vorstellen können.

Mir vor wenigen Wochen so ergangen, als ich bei Radio Darmstadt anrief, um etwas Werbung für unsere örtliche Schreibgruppe und deren Vortreffen zum diesjährigen NaNoWriMo zu machen. Auf meine Anfrage hin erhielt ich von der zuständigen Redakteurin den Vorschlag, dazu doch mit ihr ein Telefoninterview zu machen. Ich hörte überrascht, wie ich zusagte und umso mehr noch, als sie fragte, ob ich dazu in ca. einer Stunde Zeit hätte.

Im selben Augenblick dämmerte mir, auf was ich mich da eingelassen hatte und regierte darauf auch noch viel spontaner, als gewöhnlich. Dadurch sollte mir aber kaum Zeit bleiben, meinen üblichen Bedenken Raum zum Entfalten zu geben und so wartete ich gespannt ab.

Wenn man niemals zuvor ein solches Interview gegeben hat, kann man sich natürlich nicht ausmalen, wie sich anfühlt, wenn es dann soweit ist. Dank der vielen Lesungen, die ich während der letzten zwei Jahren gehalten hatte, war ich nicht wirklich nervös, sondern freudigst erregt.

Was wird man gefragt werden und was soll man darauf antworten? Ich hatte natürlich nicht die leiseste Ahnung!

Von daher machte es auch keinen Sinn, das Ganze schon einmal im Vorfeld im Geiste durchzuspielen. Gesetztenfalls man lag richtig mit den Antworten, so wäre es ja nicht raus, dass die fragende Person genau die passenden Fragen dazu stellen würde, die man sich selbst am ehesten vorstellen konnte.
Und mitten in diese Gedankengänge klingelte das Telefon und schon ging es los: Wir sprachen über mich als Autor, meine verfassten Geschichten und natürlich über den NaNoWriMo und die Schreibgruppe, in der ich ein kleiner Teil bin.

Insgesamt war die Zeit recht schnell um und das Interview somit vorbei. Spaß gemacht hat es total und angenehm war es zudem noch. Eine eindeutig positive Erfahrung, die gerne wiederholt werden darf, wenn es nach mir ginge.

Zudem gab es abschließend noch das mich völlig überraschende Angebot einer Lesung über den Äther, das ich sehr gerne annahm und die im November live ausgestrahlt wird.
Wann genau, fragt sich der interessierte Zuhörer vielleicht?

Darüber werde ich in Bälde berichten, wenn mir dieser kleine Versuch eines Spannungsaufbaus gestattet sein darf.


Bis dahin dann mit den besten Grüßen

Euer Bernar


PS.: Hier der Link zum Podcast von Radio Darmstadt, auf dem man sich die Sendung nochmal anhören kann, die etwa 25 Minuten dauert.